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Fassadensanierung CVJM Hamburg

Fertigstellung:2023
Bauherr:CVJM zu Hamburg e.V.
Baukosten:ca. 235.000 € brutto
Leistungsumfang:Bestandsaufnahme und LP 2-8

Das ehemals herrschaftliche Wohnhaus wurde 1892 direkt an der Alster mit einer straßenseitigen Sandsteinfassade im Stil der Neorenaissance erbot. Seit 1923 wird es vom gemeinnützigen CVJM zu Hamburg e.V. genutzt und dient als Treffpunkt und Veranstaltungshaus für einen multikulturellen Austausch.

Die Fassade ist sowohl horizontal, als auch vertikal in drei Zonen gegliedert. Angelehnt an die Palastbauten der Renaissance in Italien ist das Erdgeschoss aufgesockelt und die Fassade durch eine Rustika gestaltet. Im darüber liegendem Piano Nobile wechseln sich glatte Fassadenflächen mit eingerahmten Fensterbereichen ab. Das dritte Geschoss ist das Mezzaningeschoss, dessen Fassade durch filigrane Reliefs besonders schmuckreich ist. Das darauffolgende Kranzgesims liegt auf kannelierten Konsolen auf. Die Fassade findet ihren Abschluss durch eine verzierte Dachbrüstung. Eingefasst ist die Fassade von einem Eckband. Der Eingangsbereich wird durch einen Altan hervorgehoben. Die klare Gliederung und die wiederkehrenden Fassadenelemente betonen die Symmetrie des Gebäudes.

Eine petrografische Natursteinanalyse ergab, dass fünf verschiedene Sorten Sandstein aus Sachsen und ein Kalkstein aus Frankreich verbaut waren. Durch vorangegangene nicht fachgerechte Reinigungen und falsch angeschlossene Kupferabdeckungen auf den Gesimsen waren die Flächen teilweise stark geschädigt. Die Schäden wurden von einem Hubsteiger aus kartiert. Sie reichten von Absanden, Schalenbildung, Rissen und Steinverlusten zu Verschmutzungen und Krustenbildung.

Die Fassade wurde gereinigt und repariert, neu verfugt und durch Silligmann Restaurierungen restauriert. Die Kupferabdeckungen wurden entfernt und nur teilweise ersetzt. Der Altan wurde abgedichtet und die Maßnahmen durch eine neue Haustür und Beleuchtung ergänzt.